Abschied vom Unitarismus?: Regionale Innovationspolitik und by Burkard Eberlein

By Burkard Eberlein

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Die dem Crozierschen Ansatz eigene Konzentration auf den Staatsapparat als Organisation und damit Ausgangspunkt der Analyse hat in der Tat wichtige Konsequenzen für die Betrachtung des Phänomens lokaler Machtzentren. Diese gewinnen nur Gestalt in Bezug auf den Staatsapparat, zum Zweck seiner Zähmung oder Kolonisierung. h. die Realität von Machtzentren, die außerhalb der Penetration und Manipulation der Organisation "staatliche Verwaltung" entstehen, wird ausgeblendet. Damit droht, ähnlich wie im überwunden geglaubten juristisch-institutionellen Ansatz, das lokale oder periphere Element auf administration locale beschränkt zu bleiben (Biarez 1989: 87) Die dezentralen Ebenen werden also auch hier nicht als originäre politische Entscheidungsebenen mit eigener Politikkompetenz wahrgenommen.

Der Anteil der dezentralen Ebenen an den öffentlichen Investitionen 1959 noch 56,6% gegenüber 41,2% für den Zentralstaat betragen hatte, war er bis 1979 auf 76,0% gestiegen, der zentralstaatliche Anteil dagegen auf 21,4% gesunken (LeGales 1992: 20). Die dezentralen Gebietskörperschaften übernahmen die operative Verantwortung für einen steigenden Anteil der öffentlichen Politiken und Haushalte. Dieses zunehmende Gewicht der dezentralen Ebenen im wohlfahrtsstaatliehen Frankreich korrespondierte mit einer stetigen Lockerung staatlicher Aufsicht über die Gebietskörperschaften und einer Erweiterung ihrer rechtlichen und faktischen Spielräume.

29 Eine eingehende Begriffsanalyse zu den Konzepten "Zentralisation" und "Dezentralisation" in den verschiedenen, im weitesten Sinne sozialwissenschaftliehen Disziplinen findet sich bei Schäfer (1982: 38-77). 50 Theorien und Entwicklungspfad territorialer Strukturen Ausgehend vom Minimalkonsens aller sozialwissenschaftliehen Begriffsvariationen, nämlich daß es um die Verteilung von Macht in einem sozialen System geht und Zentralisierung (bzw. Zentralisation) eine hohe Konzentraion von Macht an einer Stelle durch wenige Akteure bezeichnet (de Grazia 1967: 81), wird das Konzept Zentralisierung versus Dezentralisierung in der engeren, politisch-administrativen Diskussion meist auf die Frage bezogen, welchen Instanzen innerhalb des territorial gegliederten Staats- und Verwaltungsaufbaus in welchem Ausmaß Entscheidungskompetenzen, Aufgaben und Ressourcen zufallen sollen.

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